STELLUNGNAHME
zur MDK-Prüfung am 23.11.2009
GEISTCHRISTLICHES SOZIALWERK
Alten - und Krankenpflege " Die Schwestern "
Sozialstation: Hauptstr. 85
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privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
 
Von Gerhard Krause
Vorsitzender der kirchl. Trägerschaft Initiator der geistchristl. Pflegebetriebe Pastoralpsychologe, Pfr., Prosaist
Betr.: Pflegenoten durch den MDK
Das gesamte Wirken eines Pflegedienstes bzw. einer Pflegeeinrichtung, bedarf frei­lich einer permanenten Beobachtung und qualifizierten in- und externen Begutach­tung und wie gut, dass es den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), in diesem Fall Rheinland Pfalz, gibt.
Doch nun sollte dem - von Kassen auf den Weg gebrachten - (Kontroll-) Dienst einfach mal geholfen werden! Ist doch unbestritten alles Neue, wie das erstaunli­che Pflegenotensystem, verbesserungswürdig, oder? Fehleinschätzungen, Ungerech­tigkeiten oder Zerrbilder mag doch bestimmt keiner, schon garnicht der MDK mit seinen bemühten und anerkennenswert eifrigen Mitarbeitern...
Dass der MDK Rheinland-Pfalz nun in wissenschaftliche Kooperation u.a. mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) eintritt, um die Umsetzung der ambulanten Pflegetransparenz endlich sogar wissenschaftlich unter­suchen zu lassen, ist einerseits sehr lobenswert weil wohl notwendig, andererseits für bereits benotete Pflegedienste, wie wir es sind, ein Zuspätkommender Trost.
Nicht nur Betroffene fragen sich, warum schulnotenähnliche Zensuren zwar regle­mentarisch verteilt und schaukastenähnlich ins Internet gestellt werden, anstatt zuerst auf den Prüfstand zu kommen. Hinzu kommt, was wir erleben mussten, dass von einer Stunde auf die andere sich avisiert und dann in beeindruckender Teamstärke angetreten wurde. Was man jedem Schulkind zugesteht: sich personell und unterlagenmäßig in Ruhe und Sorgfalt auf eine Prüfung vorbereiten zu dürfen, muß zwangsläufig bei solch Überraschungsbesuch in Hektik, hastiger Umorganisa-tion (interessiert es denn garnicht, ob die kompetenten Leute anwesend und alle Unterlagen im Hause sind?) und einer verständlichen Aufregung (jedem Dienst eilt ein megaaktivierender Ruf voraus) übergehen; da kann der Pflegedienst noch so in Ordnung sein - "man" will ja gut dastehen!
Wen also wundert's, dass sogar "auf Bundesebene eine wissenschaftliche Uberprüfung zu der Frage noch aussteht, ob die sich aus dem Verfahren (des MDK) ergebenden Pflegenoten tatsächlich die Qualität der geprüften Pfle-geeinrichtungen abbilden."
Es ist grundsätzlich positiv, wenn einzelne Mängel oder Fehler erkannt werden und zu einer Aufarbeitung kommen. Unserer Sozialstation jedenfalls bildet sich da über ein akribisches Management weiter und ist nicht nur um Qualitätssicherung, sondern ganzjährig um Qualitätsverbesserung bemüht! Und doch sind wir Betrof­fene eines wissenschaftlich ungesicherten Verfahrens und leiden unter der Frage "ob das Verfahren präzise genug definiert ist, um sonsti­ge Einflüsse der Notenvergabe auszuschließen." (CAREkonkret Nr.2//15.1.2010)
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und ein Regentropfen ist noch kein Unwetter. Es wäre überaus traurig, wenn auch nur ein Pflegedienst um seine Exis­tenz bangen müsste, nur weil eine Momentaufnahme wie ein ganzer Film der Öffentlichkeit offeriert wird. Da könnte sich womöglich und ungewollt so etwas wie "ethischer Relativismus" einschleichen: Das Gute wird für schlecht erachtet und umgekehrt.. "Kein noch so ausgeklügeltes Zahlen- und Fragen werk vermag wirklich zu authentifizieren, was an altei und krankei Mitmenschen tagtäglich an Können, Humanität, Geduld und Gefühl durch die Schwestern und Pfleger vermit­telt wird. Das ist die Grux!", so die kfm. Leiterin der Pflegedienste, Sylvia Krause. Schließlich muß es nachdenklich stimmen, dass bereits kurz nach Einfüh­rung der Pflegebenotung überprüft wird "ob die Systematik der Pflegenoten eventuell auch kurzfristig nachjustiert werden muss oder nicht." (CAREkonkret Nr.1// 8.1.2010)
Es sollte ergo nicht erstaunen, dass bereits der erste Beschluss eines So­zialgerichts - auf den Eilantrag eines geprüften Pflegeheimes hin - das Recht unterstreicht, sich gegen fehlerhafte Transparenzberichte zu wehren.
Wir verstehen die Bedenken, wenn die gerichtliche Aussage ist: "Wird ein fehlerhafter und damit rechtswidriger Transparenzbericht über eine Pflegeeinrichtung im Internet veröffentlicht, kann das den Ruf der Einrichtung beschädigen." (Beschluss vom 4.Jan. 2010 Az.: s3 P90/09 ER)
Die Beantragung einer Wiederholungsprüfung ist zwar möglich, doch lässt es der sehr schmale Einnahmenkanal der Pflegedienste : kaum zu, tausende von Euros dafür berappen zu müssen und: nach einem Jahr darf sich der MDK bereits wieder in gleicher Angelegenheit bewäh­ren. Also trägt man's - wenn auch mit Bauchgrimmen, mit Contenance, zumal wir glaubten berechtigte Einwände geltend gemacht zu haben, diese aber verworfen wurden. Und streiten steht einem Pflegedienst mit sehr bewußt christlich gehaltenem Pflegeleitbild nicht zu, so unser Den­ken.
Verlassen wir also diese "No go"-Betrachtung eines Schulnotensystems, bei dem sich die Frage nach Brauchbarkeit für ein solch komplexes System wie die Pflege, stellt und wenden wir uns endlich dem zu, was u.E. maßgeblich ist: die offene Meinung derer, um die es doch geht: Unsere Patienten und pflegende Angehörige, deren Entlastung unser Dienst ist. Sie müssen es doch wissen, wie sie behandelt, versorgt und betreut werden, oder?
Helfen wir also dem MDK in seinem unstrittigen Bemühen, "das Beste für den Patienten" zu realisieren und zwar durch aussagekräftige Ele­mente, die jede gute Prüfinstanz schätzt: Tatsachen, unverzerrte Aus­sagen, abgesicherte Erkenntnisse! "Das Bessere ist der Feind des Guten" ist eine Weisheit und spiegelt sich auch darin wider, wenn die "Anzahl der in die Prüfung einbezogener pflegebedürftiger Menschen: 5 " durch die beeindruckende Mehrheit der Aussagen unserer Patienten über­stimmt wird. Siehe nachstehende Originalaussagen unserer unerschrocke­nen Umfrage, aktuell vom 25.09.2009:
Was können wir Ihrer Meinung nach besser machen?
Aus unserem Patientenstamm:
Bin "mit der Pflege sehr zufrieden" "Sehr zufrieden mit den Schwestern" "Weiter so!"
"Ich bin mit der Pflege und der Schwester die mich betreut, sehr zufrieden." "Ich bin mit allem zufrieden; Sr. M. ist mir die Allerliebste!" "Wir sind mit Ihren Leistungen sehr zufrieden!" "Bin zufrieden mit den Schwestern"
"Ich habe keine Klagen, bin mit allem einverstanden. Mag auch den Pfleger H." "Keine Beschwerden, bin zufrieden." ".. .mit allem zufrieden."
"Wir sind sehr zufrieden und haben keine Beanstandungen und hoffen deshalb auf weiterhin gute Zusammenarbeit."
"Ich werde gut versorgt."
"Bin zufrieden und wüßte im Moment nicht, was man besser machen könnte."
"Meine Mutter und ich sind mit der Pflege sehr zufrieden."
"Bin mit den Schwestern zufrieden."
"Wir sind mit Schwester S. sehr zufrieden."
"Sehr zufrieden mit der Versorgung der Patienten."
"Ich bin sehr zufrieden."
"Die Schwestern" sind in Ordnung, fleissig und korrekt."
"Sehr zufrieden... keine negative Beurteilung." Freut sich "über jede Schwester die kommt."
"Alles in Ordnung."
"ich bin zufrieden. Danke."
"Mit der Pflege bin ich völlig zufrieden."
"Bin zufrieden."
"Die Krankenpflege von Frau E. wird seit Jahren zur Zufriedenheit ausgeführt."
"Ich bin mit den Schwestern und Pflegern zufrieden. Habe keine Beanstandungen. "Habe keine Beschwerden. (Die) Pflegekräfte sind freundlich und hilfsbereit." "Ich bin zufrieden!"

 

 
 
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